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Im Oktober 2000 habe ich mich abgemeldet! Nach Portugal wollte ich, mit Mann und Schwiegereltern. Ich möchte nur einwerfen, daß wir mittlerweile Juni 2001 haben. |
Also wir waren in Portugal an der "Algarve"! Empfehlenswert! Auch mit Kindern. Schön warm war es! Eine Woche haben wir dort verbracht. Da wir am Haus einen eigenen Pool hatten, hingen wir nachmittags, wenn Besichtigungstouren uns zu warm waren, am Pool ab.
Was mich dort beeindruckt hat, ist die Vielfalt, die die Algarve zu bieten hat. Häfen, Berge, Klippen, Strände und man war mitten in der Natur. Weit fahren brauchte man nicht.
Silvester haben wir mit Freunden im hohen, kühlen Norden verbracht. Mann, was habe ich im Rollstuhl sitzend gefroren. In Norden, in Dornurmersiel, in Karolinensiel, in Aurich. Einen Tag haben wir auf Spiekeroog verbracht (eine Insel).
Wobei wir dekadente Gesellschaft ein Handy mit hatte und so SMS empfangen haben. Technik willkommen! Früher hat man noch Karten oder Briefe verschickt, zu Weihnachten und Silvester. Heute sendet man "SMS".
Wobei ich es liebe, SMS zu senden. Ich glaube, ich bin schon SMS-süchtig. Mehr dazu später! Jetzt geht es mit Urlaub weiter.
Verhungern auf der Insel, vergiss es! So viele Restaurant-Schilder habe ich noch nie gesehen. Am besten hat mir dort eine Kastaniensuppe gemundet. Allein der Gedanke daran (sabber!). Madeira ist eine Suppeninsel. Dort waren Heyko und ich alleine, ohne Anhang. Zu meinem Leid hat Heyko verdammt viel fotografiert. Dias auf Anfrage! Leider keine Fotos!
Eine entzückende Anekdote hat mein Mann von unserem Rückflug. Bitte fragt ihn, die Geschichte ist sehr amüsant.
Ende März, Anfang April sind wir mit den Bielefelder Freunden für eine Woche in die Bretagne gefahren. Unser Mini-Haus stand oberhalb vom Meer. Ein Traumausblick!! Das Wetter war frisch, trotz wolkenlosem Himmel. Tagsüber war es sehr warm, so daß man im Top rumrennen konnte. Jedoch war es abends frisch, daß man immer einen dicken Pulli tragen mußte. Auch dort sind wir nicht verhungert, konnten irgendwann die bretonische Küche nicht mehr sehen, geschweige denn essen.
Spezialität waren Crepes, in allen Geschmacksrichtungen, ob süss oder salzig.
Nach drei Tagen hing es uns zum Hals.....
Auch die Bretagne faszinierte uns
alle. So abwechslungsreich, einfach atemberaubend. Warum? Im Landesinneren
waren oder standen an jeder Ecke Herrenhäuser oder kleine Burgen und
Schlösser. Ich kam mir vor wie in einem Agatha-Christie-Film. Satte
grüne Wiesen. Die Städte am Meer hatten traumschöne Häfen.
Die Promenaden, entlanggeschlendert, hatten fast Nizza-Flair. Diese Landschaft
kann man (ich) nicht beschreiben. So besticht sie durch ihre Schönheit.
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Was mir besonders gefiel, waren
die Toiletten!? Toiletten?
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Die Sprache dort war auch interessant, bretonisch, nicht französisch. Ich glaube, so erholt habe ich mich noch nie. Trotz Schub? Vor meinem Urlaub in der Bretagne hat das letzte bisschen Laufen einfach versagt. Auch daß ich jetzt zunehmend an Erstickungsanfällen leide. Erstickungsanfälle? Was und wie ich jetzt esse, ist verdammt konzentriert, sonst kommt es in die falsche Röhre und ich bekomme keine Luft mehr. Es hört sich für euch alle schlimm an, jedoch wußte ich, daß es zum Krankheitsbild dazugehört. Es physisch zu verarbeiten, war und ist ein starkes Stück Arbeit. Ich schwanke zwischen Desinteresse und Panik. Aber selbst, wenn es jetzt vorbei wäre (kann jeden Tag passieren) habe ich doch eine Menge erlebt. Ich habe ganz schön Schiss. Immer erhaben über allen Dingen stehen. Ich glaube, diesen verdammten Stolz werde ich immer haben, Gott sei Dank!
Ich genieße die Fahrten mit den Maltesern zu meinem "Sport". In dem Sportzentrum treffe ich mittlerweile viele Freundinnen, die Baby-Schwimmen machen. Wir gehen oder ich alleine (mit Buch) vorne ins Cafe oder ich benutze die vorhandene Sonnenbank, sie ist rollstuhlgroß. Das Schöne ist, die Malteser sind Zivis um die 20, die mich oft kutschieren. So bleibt der Geist jung und ich kann mit ihnen rumalbern. Meine Freundinnen beneiden mich, so viel Frischfleisch. Wenn ich schon behindert bin, bitte schön ... nur kein Neid!
A propos Neid! Wir haben schon wieder
gebucht! Zwei Wochen auf einer Bananenplantage auf der Traum?-Insel Teneriffa.
Im Oktober mit den Bielefeldern, treue Seelen. Auf dieser Plantage waren
wir schon. Auch mit Freunden über Silvester 1999 ins Jahr 2000. Vorher
möchte ich gerne noch einmal nach Berlin, meine Wahlheimat. Zum Sterben
schön.
Kommen wir zu der Krankheit, die jetzt mein Leben bestimmt!
Wir haben Juni 2001, ich bin 33 Jahre
alt (jiippiieh). Seit April 1997 bin ich nun schon Rentner. Seitdem habe
ich auch angefangen zu schreiben (dies zu schreiben). Es ist gut für
mich (Seelenverarbeitung) und ich "hoffe" interessant für euch.
Schließlich geht ihr mit mir
(nein falsch) ihr geht jeden Schritt, den die Krankheit macht, mit mir.
Fangen wir damit an, was noch neu ist und ihr nie seht!
Zähneputzen fällt mir sehr schwer. Ich bin immer kurz vorm Brechen. Ich versuche es mit einer neutralen Zahnpasta. Ein Becher kommt immer mit Wasser zum Zähneputzen. Außerdem kaue ich jetzt Kaugummi, für die Mundhygiene und zu therapeutischem Zweck, nämlich um das Kauen aufrechtzuerhalten. Kauen geht kaum noch. Heyko schneidet mir alles portionsweise klein, daß ich es im Notfall runterschlingen kann. Hmm, lecker.
Mehr denn je, muß ich sehen, was ich essen kann. Es ist interessant, wie man seine Ernährung umstellen kann. Gummibären habe ich geliebt, ich kann sie nicht mehr kauen. Ergo, Joghurt-Gum von Katjes (geht jetzt nicht hin und holt es mir). Morgens frühstücken ist entzückend. Die Butter weigert sich mit der Marmelade auf meinem Brot einzufinden. Wenn ich es geschafft habe (die Küche kann man danach renovieren) und ich das schön geschmierte Brot zu meinem Mund führen möchte, bekomme ich entweder Krämpfe im Finger oder Zitteranfälle, da es mit dem Greifen auch vorbei ist. Unser Teppich unter meinem Sitzplatz zeigt interessante Muster an. Nicht mehr lange und füttern ist angesagt.
Und weiter geht es, ihr werdet nicht verschont mit Input...
Anziehen. Socken weigern sich, über meinen Fuss zu gehen. Haare kann ich nur noch offen tragen, auch mal einen Pferdeschwanz mit Zitteranfällen. Knöpfe an Hosen haben keine Bedeutung. Alle meine Hosen ziert jetzt ein Haken, cool nicht?!
Meinen Kleiderschrank zieren überwiegend T-Shirts und Hosen. Mann, was habe ich Röcke geliebt. Kannst du im Rollstuhl vergessen. Ich ziehe mich alleine an, bin jedoch danach immer ziemlich fertig, könnte neu duschen. Was ihr dann vor Augen habt, ist für mich ganz schön viel Arbeit.
Kommen wir kurz zum Thema Essen und
Trinken. Ich liebe Suppen, jedoch esse ich sie lieber daheim ohne Publikum,
ist besser! Trinken... Leider kein Tropfen Alkohol wegen der Krämpfe
und kein Getränk mehr mit Kohlensäure. Diese schnürt mir
die Luft ab. Säfte und Malzbier zieren unseren Kühlschrank. Müller-Milch
(Milch natur hasse ich, Joghurt auch) und nicht zu vergessen, Fanta "Wild
Berry", "Mandarine", sie haben wenig Kohlensäure, Müller-Milch
nur Banane oder Cocos, wenn schon, denn schon. Ich bin nicht verwöhnt,
nein... Bananen wären gesund, ich hasse Bananen. Mein Bruder (auch
krank, wir erinnern uns...) hat Bananen vertilgt, auch Joghurt hat er tonnenweise
verspeist. Es flutscht ja auch.
Und weiter im Text...
Ihr sollt schwarz auf weiss miterleben, wie ich mich abquälen darf.
Toilette! Tolles Thema, da müßt ihr durch...
Ich vermeide es, auf fremde Toiletten
zu gehen. Warum? Dort habe ich keinen Halt. Heyko geht jetzt immer mit
meiner einer auf fremde Toiletten. Wir sind ein eingespieltes Team. Sein
starker Arm trägt mich hin und während ich dann Halt suche, zieht
er meine Hose runter.... Wie bei einem Kind. Deshalb muß ich auch
auf Hosen achten (anziehen), die sich leicht runterziehen lassen. Es wird
nie langweilig. Zu Hause ist es kein Thema. Da wir ein behindertengerechtes
Bad haben, kann ich mit dem Rollstuhl dort hineinrollen und ganz alleine
mein "Geschäft" erledigen. Nach einem Toilettengang bin ich auch immer
ziemlich fertig. Manchmal wünsche ich mir Windeln, wie ein Kleinkind,
abwarten... die Krankheit beginnt erst.
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So kann man es auch sehen. |
Natürlich waren wir auch dieses Jahr über Heykos und Schwiegermutters Geburtstag (Heyko 29.04., Schwiegermutter 01.05.) weg. An der Weser haben wir uns getümmelt. Heykos Schwester mit Lebensgefährte und Schwiegereltern. Wir waren in Bremerhaven, in Cuxhaven, in Varell (Hafen). So viele Häfen in nur drei Tagen, wow... Ich kann mich nur an Essen und Trinken und endlose Spaziergänge erinnern, und es war saukalt.
Auch in Zwickau waren wir schon. Die beiden Freundespärchen haben jetzt Kinder. Es ist immer wieder interessant, wie Kinder mit mir und meinem Rollstuhl umgehen. Daran sieht man, wie die Kinder erzogen werden.
Die Kinder, die hier wohnen, sind frech wie Dreck, nehmen keine Rücksicht. Auch die Mütter nicht und kreischen nur rum. Ich habe nichts gegen Kinder, aber sie sind sau-frech. Es sind leider Ausländerkinder. Das ist der Grund, warum wir nach einer neuen Wohnung Ausschau halten. Mein Mann und ich bekommen uns wegen dem Lärm immer in die Wolle, haben Streit wegen nichts. Das ist es nicht wert.
Da der Sommer bis jetzt bescheiden war, halte ich mich hinten in unserem High-Tech-Zimmer auf. Bett, Fernseher, Notruf, Schreibmaschine, Handy, Fax, Computer, Drucker, Bücher. Computer? Meine Freunde meinten, ein Computer fehlt noch zu meinem Glück. Also schenkten sie mir einen zu meinem 33. Geburtstag. Schön und gut, wenn man damit zurechtkommt. Nachdem wir ihn idiotensicher eingerichtet haben, stürzte er ab. Wieder einmal kann ich weder e-mails empfangen noch senden.
Aber SMS senden von dem Computer
aufs Handy, das geht....
Wobei wir bei meinem Lieblingsthema sind. Ich bin nämlich der SMS-König. Ohne den Computer war ich auch glücklich. Ich lese lieber ein Buch. A propos Lesen: "Harry Potter" könnte schon out sein, auch ich habe ihn verschlungen. Band 2 und 3 habe ich zu Weihnachten bekommen. Ganz schön teuer und eine Menge Kinder haben alle vier Bände.
"In" ist im Moment "Kickboard" und "Pokemons". Keine Teletubbies mehr und auch keine Diddle-Figuren, geschweige denn Tamagotchis, voll out. Tschuldigung, Schlaghosen und dazu "Buffalos", die ultimativen Schuhe, die so ..... aussehen. Dicke Profilabsätze im Sommer..., da gibt es schöne Stinkefüsse. Jeder Orthopäde freut sich über dieses Schuhwerk. Erinnert mich an alte Autoreifen. Sie finden sich schön damit, oder sie haben auch im Moment High-Heels an, halsbrecherische hohe Schuhe. Die Mode schreibt es vor. Dafür müßte "ich" Verständnis haben, es war mein Job.
Immer noch fahre ich, wenn ich es zeitlich schaffe, in meine letzte alte Firma. Die Malteser bringen mich dorthin. Und wie immer um 13.00 Uhr trinken wir unseren Cafe beim Italiener gegenüber. Ich versuche, einmal im Monat auf jeden Fall da zu sein, sonst macht sich mein Ex-Kollege Sorgen.
Er macht sich Sorgen wie alle anderen, weil er denkt, er sieht mich nie wieder.
Ich bin nach wie vor der Meinung, daß mein Bruder Klaus erstickt ist. Die Innereien schrumpfen, deshalb der Luftmangel. Jedoch in meiner Therapie üben wir immer "atmen". Ich komme mir vor, wie bei einem Schwangerschaftskurs... und jetzt Luft holen und atme, atme, atme ...
Alle Freundinnen haben auf einmal Kinder. Wir fahren nur herum, um Kinder zu bewundern. Eines meiner Patenkinder rief vor kurzem hier an. Tiefe Stimme, ob wir zu seiner Konfirmation kommen. Ich kenne ihn noch als Baby, und jetzt 14 Jahre jung. Wahnsinn, wo ist die Zeit geblieben?
Was schenkt man einem heute 14jährigen, einen Game-Boy, Marken-Turnschuhe oder ein Computer-Spiel? Wir haben ihm Geld dagelassen, für sein Sparbuch.
Ich habe das dumme Gefühl, daß er fitter in Computerfragen ist, als meiner einer. Neunjährige erklären mir, wie ich den Computer zu bedienen habe. Ich bin zu alt dafür. Das Schöne ist, dass ich einen direkten Zugang habe zur Homepage von "SWR 3". Diesen Radiosender höre ich für mein Leben gerne. Ferner hat er mir SMS von Compi auf Handy eingerichtet und ich kann auf die Homepage von zwei Buchhandlungen. Guter Mann, es reicht mir. Wenn nur die blöde E-mail gehen würde.
Jetzt habe ich den Computer ein gutes halbes Jahr. Ohne ihn wäre das Leben halb so schön, ich spinne... Meine Schreibmaschine benutze ich nur noch, um hinterher zu faxen. Jeden Morgen schaue ich nach, ob ich nicht eine E-mail bekommen habe. Es ist eine neue Art der Kommunikation. Da mir Telefonieren eh immer schwerer fällt, genieße ich es doppelt. Es ist interessant, was man alles gesendet bekommt. Internet macht es möglich.
Ferner sende ich nach wie vor SMS auf Handy. Mann, das macht Spass. Aber wehe, der Computer ist mal defekt. Ich habe immer noch keine Ahnung, wie man ihn dann ans Laufen bekommt.
A propos Harry Potter, er ist immer noch "in", mehr denn je. Der Kinofilm des ersten Bandes kam ins Kino, er war süß, schön, faszinierend. Original wie das Buch. Sogar mein Mann, der die Bücher nicht kennt, war begeistert.
Wir haben November 2001. Es ist saukalt. Im Oktober tummelten wir uns noch auf der kanarischen Insel Teneriffa, in der Wärme. Dort, auf einer Bananenplantage, die noch schöner war als vor zwei Jahren, haben wir zwei Wochen abgehangen. Ende Dezember fahren wir wieder mit unseren Bielefeldern über Silvester an die See. Dort werde ich wieder nur frieren. Und ich habe dort gefroren. Aber nur, weil wir dort Schneeregen jeden Tag hatten und feuchte Kälte ... vereinzelt waren in den Innenstädten noch Weihnachtsmärkte ... mit Glühweinständen. Ich glaube, ich war fünf Tage dauerbetüddelt... hehehe!
Im Winter habe ich permanent kalte Füße. Ergo holten wir mir Thermostiefel. Wir dachten, daß ich jetzt warme Füße habe... Pustekuchen! Die Kälte muß ich überstehen ... die kalten Tage im Jahr! Wir waren trotz des Wetters in Norden, eine schöne Innenstadt, einen Tag auf der schönen Insel Norderney, auch schön, einen Tag in Oldenburg und am Meer...und am Ewigen Meer spazieren.
Heyko und meiner einer werden Karneval wieder einmal dorthin fahren... an die See.
Da am Altweiberfastnacht im Rheinland die fünfte Jahreszeit eingeläutet wird (Heyko hasst Karneval), hauen wir wieder einmal ab. Ich weiß... Feiglinge! Aber wir waren bei einer Karnevalssitzung, haben tüchtig mitgefeiert. Die Stimmung war toll, hat uns gut gefallen!
Betonen muß ich noch, bevor
ich meinen Mann kennenlernte, habe ich im Karneval kräftig mitgewirkt.
Acht Bühnenbilder für einen Verein gehen auf mein Konto, im Elferrat
war ich, getanzt habe ich auch und, und, und.... Kostüme habe ich
nicht mehr, schade, aber schön wars.
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So... im April wird mein Mann vierzig Jahre jung. Das muß gefeiert werden... Aber erst einmal einen Raum finden! Jetzt habe ich einen!!! Gesucht und gesucht ... Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Wir feiern an dem Tag zufällig unseren 11. Hochzeitstag! Witzig!
A propos Hartnäckigkeit...
Kommen wir zu meiner Krankenkasse,
mein Lieblingsthema!
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Da mein Popo mal trocken, mal
feucht ist und oft juckt,
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Drei Rezepte später und zwei äußerst heftige Briefe, die meine Freundin (Chefsekretärin) schrieb, bekam ich endlich das Rollstuhlkissen.
Weiter geht es mit meinem Fahrdienst..
Wir erinnern uns, die Malteser haben mich zu meinen Therapien gebracht. Die Malteser stellen jedoch ihren Fahrdienst ein... warum? Sie sind pleite! Das ist nicht schlimm, dachte ich. Aber dann... mein Daumen ist heute immer noch dick vom vielen Telefonnummern wählen. Keiner hat mich verstanden. Wer mich nicht kennt, tut sich schwer, mich zu verstehen, deshalb habe ich mir Faxnummern geben lassen.
Nach langem Rumtelefonieren und Faxen habe ich nun endlich einen Fahrdienst gefunden, der mich zu meinen Therapien bringt. Ein Taxiunternehmen, was jedoch auch Rollstuhltransporte macht. Dieser "Fahrdienst" muß einen Vertrag mit der Krankenkasse haben, um abrechnen zu können.
Auch darum mußte ich mich kümmern... Es nervt ganz schön! Vor allem, wenn das Sprechen nicht klappt. Das ganze habe ich aus einem Grund bewirkt: Meine Therapien können vor Ort besser durchgeführt werden! Und wichtig: Da dort ein Sportzentrum ist (schon einmal erwähnt), genieße ich es, unter Menschen zu sein und erlebe so noch etwas... es ist für die Psyche wichtig.
Das alles mache ich, auch wenn es nervt, um mich und meinen Geist frisch zu halten (bin ja nicht doof!) und um meinen Mann fernzuhalten.
Er macht schon genug für mich,
da braucht er sich damit nicht auch noch rumzuschlagen.
Ende
Teil 3
Weiter![]()