Teil 6

D as es mir soooo schwerfällt ,
nicht mehr reden zu können,
tut ganz schön weh.

(Ehemals Quasselstrippe)

Alles ist in meinem Hirn formuliert, besten Gedanken, jedoch unausgesprochen,...
man vernimmt ein Gegluckse, keine Wörter mehr -, kaum mehr reden.
Jedoch meine Freunde achten auf meine Mimik. So verlier ich nach und nach alles.
Das Schöne ist trotzdem Freunde, Family und einen Mann zu haben, die mir helfen.
Auch Therapeuten, Computer, Handy, SMS senden. Es geht, und wenn man noch
teilhaben will am "normalen Leben " ..... Klar ist es anstregend, man muss hart
arbeíten um ein bißchen leben zu erhalten. Andere leben einfach...... Gerne gehe
ich noch Essen, aber beim trinken fängt es an: Kohlensäure nein, Glas zu voll, Glas
zu dünn..., aber auch da achtet mein Mann drauf, trinken, essen... Ich frage immer,
auch Freunde helfen gerne kleinschneiden, füttern, cool.
Gerne hilft man Behinderten. Kein falscher Stolz, Behinderung genießen... Nur
Toiletten... in deutschen Gaststätten. Es ist furchtbar zu ...pinkeln, Männer haben es
einfacher...

Im Herbst fliegen wir für twoweeks auf die Insel Madeira. Silvester haben wir auch
schon gebucht ;...Kanaren - Teneriffa one week, Mein Wunsch. Zu einer Bananen-
plantage , drittemal in der Anlage....

Interessante E-mails habe ich bekommen auf meine Homepage. Ein paar dürft ihr
haben, der Rest ist gespeichert. Auf Anfrage sende ich natürlich die gespeicherten
E-mails .

Hier eine kleine Auswahl:

Liebe christiane V.,
ich bin ein junger arzt im praktikum (innere medizin ), habe heute mal wieder sonntagsdienst
incl. nachtschicht , und heute habe ich eine patientin mit cerebellärerheredoataxie aufgenommen,
mit lungenentzündung aus dem pflegeheim. Da ich von dieser krankheit gerade mal den namen
kannte, hab ich mich auch ein bissl im internet schlau gemacht und bin dabei u.a. auf diese
schöne homepage gestoßen (incl. algarve-fotos, da war ich gerade mit meiner frau, und kamelen,
ägypten !, da waren wir vor ein paar jahren).

Weiter so, weiter schreiben, ich werde hoffentlich am Ball bleiben!

Grüße aus Würzburg, Tittus



Betreff: Feedback
Datum: Thu, 14 Aug 2003 15:58:26 +0200
Von: "Antje Konopatzki " <AntjeKonopatzki@web.de>
Firma: http://freemail.web.de/
An: Christiane-V .

Hallo Christiane,

ich bin zufällig bei meinen beruflichen Nachforschungen über neurologische Erkrankungen (ich bin
Heilpraktikerin) auf Deine Seite gestoßen und habe in die Nacht hinein fasziniert Deinen Bericht
gelesen - ich kann nur sagen "Respekt" für soviel Lebensmut und Fröhlichkeit, da können sich
einige "gesunde" Menschen 1-2 Scheiben von abschneiden.
Nebenbei bemerkt, bin ich auch 1968-er Jahrgang und komme aus Dormagen, was ja nicht
allzuweit von Langenfeld entfernt ist (ich lebe allerdings mittlerweile im Frankenland, genauer
gesagt, Rothenburg ob der Tauber) und mein Vater lebt seit einigen Jahren in unserem
Favoriten-Urlaubsgebiet Malente und führt dort mit seiner Frau ein Haus für Kurzzeit- u.
Verhinderungspflege. Bei uns gab es, als ich Kind war, auch immer WDR-Fußball am Samstag und
anschließend die obligatorische samstägliche Badewanne. Das wollte ich Dir einfach erzählen, weil
ich beim Lesen Deines Berichtes auch darüber schmunzeln mußte - so klein ist die Welt und die
80er lassen grüßen, nicht wahr ?
In meiner Therapierichtung, der Homöopathie, ist immer von "Lebenskraft" die Rede, davon sprüht
Dein Bericht geradezu, und ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Lebensfreude.
Ich freue mich schon auf Deinen 6.Teil und hoffe, es wird noch viele geben...

Herzlichst Antje



Betreff: Feedback
Datum: Sat, 5 Jul 2003 05:36:59 +0200
Von: "Intensivstation OSK" <steffen.krautzig.oststadt@klinikum-hannover.de >
Firma: Klinikum Hannover - Oststadt -
An: christiane-V .
CC: <schnierstein@gmx.de >

Hallo Christiane!
Habe gerade zum ersten Mal Deine Homepage gelesen. Vieles spiegelt soviel
wieder, was meine Mutter erlebt hat und was auch meine Schwester jetzt
erlebtt .
Meine Mutter ist mit 42 Jahren an dieser Erkrankung verstorben. Die
Schwester meiner Mutter ist vorher gestorben.Ich selbst bin 31 Jahre
alt. Ich habe diese Erkarnkung schon früh miterlebt. Aber als Kind und
später als Jugendlicher immer wieder verdrängt.
Das große Erwachen kam, als meine Schwester so ungefähr 1995 erste Symptome
bemerkte, die ähnlich begonnen haben, wie bei Dir. Bei ihr war es eine
Treppenstufe, damals in Paris. Dort, wo sie mit ihrem Freund war. Initial
ist sie auch von Arzt zu Arzt, in der Hoffnung es wäre nur ein bamnales
Umknicken gewesen und letztlich nur eine Bänderdehnung oder so. Aber öfters
kamen Symptome hinzu. Das wirkliche Erwachen, kam dann mit dem genetischen
Test. Sie hatte es! Ich selbst habe mich viel später testen lassen, Angst
davor, noch aus völliger Gesundheit damit konfrontiert zu werden. Ich
glaube, 1999 habe ich mich testen lassen. Ich war nicht betroffen. Nun
dachte ich, bin ich stärker für meine Schwester. Aber es ist nicht so.
Meine Schwester ist 32 Jahre und sitzt schon im Rollstuhl. Eine Magensonde
hat sie noch nicht, das Essen geht kaum noch. Das Schlimme ist, daß sie an
der Krankheit zerbricht und auch wir alle. Mein Bruder wohnt nicht in
Hannover. Er kann sich somit nicht kümmern. Sagt auch, daß er das nicht
kann. Meine Vater tut sich auch sehr schwer. Ich versuch, neben der Arbeit,
sie zu besuchen, spazieren zu gehen, essen anreichen. Da ich Schichtdienst
habe, manchmal sehr schwieriig. Meine Schwester hat bis vor einem Jahr
einen Freund gehabt, mit dem sie 9 Jahre zusammen war. Er lebt in der
Schweiz. Sie ist, als es ihr noch so einigermaßen ging, immer hingefahren.
Hat sich aber hier natürlich nicht um viele Freunde bemüht.Wir leben in
Hannover, sind aber hier nicht geboren. Erst mit 16 nach Hannover
gezogen. Ihr Freund hat sie im letzten Jahr verlassen wegen der Krankheit.
Damit ging es mit ihr bergab. Für sie ist eine Welt zerbrochen.
Meine Schwester ist sehr ungerecht geworden und macht allen Vorwürfe. Sie
zerbricht an ihrer Krankheit förmlich. Manchmal wissen wir nicht mehr
weiter.
Den Versuch in einer behinderten Gruppe Freunde zu finden, schlug fehl, da
sie letztlich auch nicht mehr so richtig sprechen kann. Sie hat keine Freude
mehr am Leben.
Ich bewundere deine Zeilen, wieviel Lebensmut Du selbst besitzt. Ich finde
es auch bewunderswert , daß Dein Mann Dich in jeder Hinsicht unterstützt.Wie
Du auch schreibst, daß es Dir an Deinem 30 geburtstag so gutgetan hat, zu
wissen, daß dein Freundeskreis noch so groß ist. Damit kann man sich
wirklich glücklich schätzen, zu wissen, daß da noch Menschen sind, denen man
wichtig ist.Die wenigen Freunde meiner Schwester haben sich völlig
zurückgezogen, weil sie mit der Krankheit nicht umgehen können. Ich
wünschte, daß es bei ihr letztlich auch so wär, und ein paar Freunde mal
kämen.
Jedenfalls habe ich all deine Seiten bis jetzt gelesen und werde es weiter
verfolgen.
Dir alles gute weiterhin,

Kerstin

Betreff: Hallo Miterkrankte OPCA
Datum: Fri, 22 Aug 2003 16:00:28 +0200 (MEST)
Von: atjherter@gmx.ch
An: christiane-V .

Liebe Christiane,
ich bin 36 Jahre alt, Mutter einer 13jährige Tochter, verheiratet und seit
l996 an Opca erkrankt.
Mit grosser Bewunderung habe einen Teil (ca.1 1/2 Stunden) im Internet aus
deinem Buch gelesen.
Wie du sicher aus meiner E-Mail Adresse erkennen kannst lebe ich in der
Schweiz, aber bin ursprünglich aus dem grossen Kanton (Deutschland).
Seit 1 Woche haben wir Internetanschluss und wenn meine Tochter in der
Schule ist habe ich Zeit zu surfen (nicht auf dem Wasser, sonder im www, HA HA )
Deine Adresse habe ich von meiner Schwester, 4 Jahre jünger und auch OPCA
erkrankt, sie lebt in einem Pflegeheim in Travemünde, seit unsere Mutter vor 2
1/2 Jahre gestorben ist. Die Krankheit haben wir von unserem Vater geerbt(daran
erkrankt und vor 15 Jahren gestorben ) .
Dein Buch werde ich auf jeden Fall kaufen. Um zu erfahren ,wie die
Geschichte mit KKH ( Beschewrde ans Management)ausgeht.
Hier in der Schweiz laufen die Dinge mit Zuschüsse anders. Bei mir auf jeden
Fall.Ein Antrag, Wartezeit ca.6 Wochen dann eine Zusage und egal ob es ein
Rollstuhl ist , nur für Reisen oder behindertengerechter Umbau der
Mietwohnung. Vielleicht liegt es auch daran das ich nur eine Sachbearbeiterin habe,
hoffentlich heiratet die nicht-kriegt ein Kind-und kündigt ihre Stelle. Vieleicht
hast Du Lust noch mehr aus meinem chaotischen Leben zu erfahren. Wo ich bin
ist das Chaos, aber ich kann nicht überall sein. Meine E-Mail adresse lautet
atjherter@gmx.ch.
Gruss Tina



Kommen wir kurz zu meiner Krankheit . Ich darf nicht Grippekrank werden, da sich sofort Schleim bildet und ich nicht abhusten kann. Mein Bruderherz ist an einer banalen Lungenentzündung immer im Krankenhaus gelandet. Dort wurde der Schleim abgesaugt. Auch ich habe es sofort.
Mein Hausarzt gibt mir ASPECTON, soll den Schleim zersetzen. Stimmt. Meine KG- therapeuten klopfen meine Lunge frei..... stimmt , hilft noch, ich möchte noch nicht ins Krankenhaus zum Absaugen.

Meinen Sehnerv hat es erwischt. Ich tippe mit einem Auge. Ich sehe sonst alles doppelt und meine Augen wandern herum...cool.. 5 Dioptrin habe ich, kurzsichtig...
ohne Brille, blind wie ein Fisch, ohne Brille ist interessant, die Sehschwäche hat nix mit der Krankheit zu tun, nur angerissen ist sie....., hehehe ein bißchen Nervenkrankheit habe ich auch.Polyneurophatie , meine Nervenstränge in den Beinen und an den Armen werden gemessen. Sie leiten langsamer, als bei normal Sterb-
lichen ..... Die Krankheit wird nie langweilig. Mal sehen was als Nächstes kommt...
Ach ja, einen neuen Namen hat sie: SCA TYP 1. Mal schauen. Spinto CerrebelläreAtaxie Typ 1 ??????? Also: ADCA SCA1...... so heißt sie nun. Meine Krankheit... hübscher Name.

ICH , der Esel immer am Ende, bestelle immer noch ohne Ende Klamotten .. Mein Göttergatte verzweifelt.... Ich liebe Klamotten. Ich denke, nein, mein Job "Dekomaus", bleibt immer Nummer Eins. Ist zwar banal, ich habe andere Sorgen, aber schön ist es....KLAMOTTEN.........

Fernsehen , ich bin ein Fernsehjunkie. Herz-Schmerz-Filme sind meine. Da die Krankheit 'ne Menge fordert, genieße ich die Fernsehkiste..., am liebsten Koch- sendungen. Auch gerne Reportagen, Sendung mit der Maus für Erwachsene. Mein Favorit: BULLE VON TÖLZ, aber die Mama sehe ich zu gerne. Kochsendungen,
gerne, weil dort findet auch meinereinerAnregung..hhmmm . Natürlich Platz Eins, Trommelwirbel, Günther Jauch - WER WIRD MILLIONÄR. Fernseher habe ich im Schlafzimmer - luxus, gerne bin ich dort, ich liebe mein Bett...... kann man
kuscheln.

Meine Ticks , Klamotten (wie schon erwähnt) und Frauenthema - SCHUHE...... alle Formen; eckig, rund, spitz und alle Farben... Schöne Bücher - immer noch. Auch ein Tick. Ich lese noch gerne. BÜCHER habe ich wie KLAMOTTEN, ohne Ende...
Ich schiebe meine krankheit vor... hehe.

Kraft habe ich nicht mehr. Heyko, mein Mann, duscht mich so oft er kann. Haare waschen, Rasieren, Beine und.... Thema freigestellt, auch dieses genieße ich.
Noch ziehe ich mich alleine an. Es ist furchtbar anstregend. Ich japse nur rum. Bügeln - Wäsche, Hemden, Bettwäsche, tue ich auch noch.

Nach wie vor gehen wir montags zu REAL einkaufen.......Auch zum Türken gehe,
rolle ich jeden Montag hhhmmm. Kartoffelsuppe von ERASCO kann ich empfehlen. Mit Würstchen verfeinern...Von ALDI: Fertiggerichte mittags schnell in die Mikro-
welle. Lasagne , Tortellini...... Von PLUS: Königsberger Klopse, Seelachsfilet,
Schlemmerfilet und, und, und...fragt einfach.

Ich habe immer Trinken stehen. Auch Süsskram steht immer rum. Schokobons, Duplo, Kinderriegel und, und.....Torte gibt es manchmal zum Kaffee und Käsekuchen, hhhmmm .... Ich verhungere nicht, dafür esse ich zu gerne und trinke gerne Kaffee, Espresso, Mokka, Latte Macchiato, in Spanien einen kleinen
Dorado - Espresso mit dicker, gesüsster Milch.

Wie gesagt, Jeder mit dieser Krankheit geht anders damit um, Jeder ist anders.
Es sind meine Erfahrungen und Ticks. Ich gebe nur Tips. Bitte keine Nachahmer....

Nochmal zum Essen. Meine Mama kocht für meinereiner , Kohlrouladen,Möhren -
eintopf , Speckrüben, Graupensuppe, Kohlrabi, Schwarzwurzeln... - Pudding mit
Erdbeeren...


Anmerkung von Gerd Jäkel:
In diesen Tagen erhielt Christiane einen Brief von "Deutsche Heredo-Ataxie Gesellschaft e.V. (DHAG )
Sie ist für diese Homepage in der sie Ihr Leben mit dieser Krankheit schildert, nein, für den Schreibstil
und für die Aufmunterung aller Kranken für den HEREDO-ATAXIE Preis 2004 vorgeschlagen worden.
Sie hat sich sehr darüber gefreut und schätzt sich überglücklich, auf diesem Weg anderen zu helfen.
Wohl deshalb kam von Ihr der nun folgende Text.

Weshalb bin ich nirgendwo in Gesellschaften.....z.B. DHAG ...
Ich persönlich finde es toll, aufgefangen werden und Tips zu bekommen. Viele
Patienten brauchen Hilfe. Wenn ich nicht so einen Rückhalt hätte, wäre ich dort
Mitglied.
Meine Freunde sind unter anderem: Krankenschwestern, Doktore, Töchter von
Ärzten, liebevolle Schwiegereltern, Mama, Mann.....
Ich bin eine glückliche Behinderte im Rollstuhl. Ohne Quatsch...

Durch mein Schreiben hoffe ich zu helfen.... Mehr will ich nicht machen. Auch ich habe Therapien und ich schlafe gerne - Pennbruder, ich weiß. Sehr egoistisch, aber man lebt nur einmal.
Ich geniesse die Restzeit die mir bleibt.
Mein Mann sagt ich wäre GARFIELD - faul und gefräßig - und Pennbruder und Geniesserin, ...Lasagne ....

Und wieder sind wir beim Essen... Da ich ständig verbrenne bei der kleinsten
Bewegung, habe ich immer Hunger. Am besten sind kleine Portionen, so wie
der Süsskram . Das schöne ist, ich kann Essen ohne zuzunehmen, jaja. Meine
Freundinnen backen für meinereiner ohne Ende. Bei Essstreß oder Gewichtsab-
nahme nehme ich die Magensonde und lasse Powernahrung da durch laufen...
Toll, dass ich sie habe. Ein beruhigendes Gefühl. Die Firma die mich betreut, heißt
Luttermann , in Essen.........Werbung........Es ist ein Sanitätshaus und führt alles,
was Behinderte so brauchen. Diese Firma betreut die Magensonde, kümmert sich
um alles...immer fragen. Man kannn alles haben. Auch ist man damit in guten Händen.

Das Wetter war doch toll in diesem Sommer. Perfektes Wetter für den
Rollstuhl ..schön warm. Der Sommer, die Sonne wollen nicht zu Ende gehen.
Jahrhundertsommer ....Wir, meinereiner und Mann, meiner, waren oft am Gevater
Rhein, haben die Sonne genossen. Oft gegrillt mit Freunden. Der Rhein hat furcht-
bar Wasser verloren. Man konnte sehen wie das Wasser abhaute vom Rhein.
Mit Radio, Zeitschriften, Thermoskanne mit Kaffee für die Kaffeetante - ikke,
Kekse, Milchbrötchen...... Mann, bin ich braun..... Ach ja, mit der Magensonde bitte
keine Sonne. Ich habe sie geschützt vor Sonne, mit einem Baumwolltuch. Ich weiß,
Badeanzug wäre perfekt, da ich so eine tolle Figur habe, Einbildung........ziehe ich zum sonnen einen Bikini an...

FRAUENTHEMA .... Nix für Männer

Also ich wollte meine Tage nicht mehr. Wißt Ihr, Teil 4, Dreimonatsspritze. Auch
das finde ich gut. Keine Tage, keine Blutungen mehr..... Ich habe früher die Pille
genommen, meine Tage kamen nicht... wie oft wir beim Frauenarzt waren, mein
Mann und ich, weil wir dachten ich wäre schwanger und wir werden Eltern.

Es ging mir so auf'n Keks. Hätte abtreiben müssen, ergo, Sterilisation. Ich habe
Kinder gerne. Es wäre nur unverantwortlich, bei meiner Krankheit Kinder in die
Welt zu setzen...

Leider nehme ich trotz viel Essen ab. Betteln muss ich um ein bißchen geholfen
zu werden. Mein Mann sagt mir, ich soll ins Heim. Er hat nun wirklich noch nichts
zu tun und ist schon überfordert. Seine Worte schmerzen, tun weh.... ich jammer
nicht rum, ist das der Dank?






Hier ein Brief von Christianes Ärztin an der Uni-Essen
in dem ihre Krankheit für Laien verständlich beschrieben wird:


Liebe Frau V.

es hat etwas gedauert. Hier die versprochene Zusammenfassung zur SCA1 für
Ihre Webpage. Ist das so, wie Sie dachten? Sonst bitte melden, ich kann es
dann nochmal ändern.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

D. Timmann

Spinocerebelläre Ataxie vom Typ 1 (SCA1)

Die SCA1 gehört zu den Heredoataxien. Damit sind seltene Erberkrankungen
(" Heredo") gemeint, die vor allem das Kleinhirn betreffen. Ataxie
beschreibt die Koordinationsstörung, die auftritt, wenn man eine Erkrankung
des Kleinhirns hat. Das Stehen wird unsicher, der Gang wird schwankend, das
Sprechen kann verwaschen sein und es können Doppelbilder auftreten. Das
kann von Außenstehenden leicht mit dem Bild eines Betrunkenen verwechselt
werden.

Die SCA1 ist über 20 Formen der autosomal dominant vererbten Heredoataxien .
Das bedeutet, das im Regelfall ein Elternteil betroffen ist. Jedes Kind
eines Erkrankten hat eine 50%ige Chance auch zu erkranken. Die SCA1 ist
eine der in Deutschland häufigsten Formen der autosomal dominant vererbten
Heredoataxien . Ähnlich häufig sind die SCA2, 3 und 6. Die anderen
SCA-Formen sind in Deutschland sehr selten. Bevor man die Möglichkeit zur
genetischen Untersuchung aus dem Blut hatte, konnte man die SCA1, 2, 3 und
6 nicht unterscheiden. Die Erkrankung wurde zu der Zeit häufig als
Nonne-Pierre-Marie'sche Erkrankung oder OPCA (für olivopontocerebelläre
Atrophie) bezeichnet.

Bei der SCA1 (genauso wie bei der SCA2 und SCA3) ist zumeist nicht nur das
Kleinhirn erkrankt. Es können andere Teil des Gehirn miterkranken, die auch
die Durchführung von Bewegungen steuern. Dazu gehören die Nerven der Beine,
der Hirnstamm und die Basalganglien. Schluckstörungen können auftreten,
Gefühlstörungen der Hände und Füße, Muskelschwund oder Bewegungsstörungen,
die an die Parkinson'sche Erkrankung erinnern.

Das mittlere Erkrankungsalter sind ca. 35 Jahre. Es gibt aber auch Fälle,
die deutlich früher oder später auftreten. Das Erkrankungsalter, welche
genauen Beschwerden auftreten und der Verlauf ist bei einzelnen Erkrankten
sehr verschieden, selbst in einer Familie.

Bisher gibt es keine wirksame Therapie. Im Vordergrund steht ganz die
Krankengymnastik, Sprach- und Ergotherapie. Im Einzelfall können bestimmte
Begleitbeschwerden durch Medikamente gelindert werden.

Für weitere laienverständliche Information wird die Internetseite der
Deutschen Heredoataxie-Gesellschaft ( DHAG) empfohlen: www.ataxie.de.

===============================================
Prof. Dr. DagmarTimmann -Braun
Department of Neurology / University of Essen
Hufelandstr . 55 / 45122 Essen / Germany
phone +49 201 723 3816
fax +49 201 723 5901
URL www.uni-essen.de/~tnk0b0/
email Dagmar.Timmann@uni-essen.de
===============================================

Nun ist es November!!! Madeira, die schöne Wärme ist hinter uns, nun heißt es
Frieren oder Umziehen auf die Kanaren... immer 24 Grad!!!
Madeira, portugisische Insel, war wie immer toll... nur für Rollstuhlfahrer ist diese
Insel nix...
Man kann nur Vertrauen zum "Schieber" haben, mein Göttergatte, ohne ihn lief nix.

Es ging hoch und runter. Auch die Straßen und Tunnel, Tunnel... wie Schweizer
Käse wirkte die Insel, wegen den vielen Tunnels.... Es war die two weeksange-
nehm warm, T-Shirt, no socks and no jacket, zu deutsch, keine Jacke.

Dreimal waren wir für drei Stunden am Pool. Heyko und seine Mama sind jeden Abend geschwommen.
Tagsüber 27 grad, abends frisch. Blumen, Blumen, soweit das Auge reichte.
Apropo Auge, mein Mann hat ein neues Spielzeug, eine Videokamera. Ich bin begeistert. Man sieht die Wellen anrauschen. Kein starres Bild wie vorher auf
dem Dia. Toll. Die Insel lädt zum Wandern ein......als ich noch zu Fuß war, haben wir die Insel etwas bewandert. Sie sprießt vor lauter Feuchtigkeit immer grün...

Zehn Minuten waren wir in der Anlage, mein "Rolli" verhakte sich. Kurz vor unserem Apartement, fiel der Rolli mit mir um. Ich landete unsanft auf Steinen. Mit meinem Schädel. Loch im Kopf. Man hat das geblutet. Überall waren Blumen, nur dort waren Steine.... was wohl? Natürlich fiel ich auf einen Stein.... Da die Arztpraxis schon zu war, musste mein Mann ran. Auch 'ne Menge Leute standen um mich herum. Ich wollte immer in Ohnmacht fallen, aber mein Mann nicht. Er rief mich immer.

Viermal war ich beim Doctore, Verband, und, und...., nix bezahlt ..wow. Mein Mann hatte auch einen Arztbesuch auf Madeira. Er mußte zahlen... nicht viel, aber
immerhin. Mein Gleichgewicht ist eh hin. Danach, nach dem Unfall, hatte ich noch mehr Schiss.... Ist logisch. Meine "KG-Therapeutin hat es bestätigt. Kraft habe ich,
aber keine Koordination. Bei meinereiner.... der Arzt war so hübsch. Sein Warte-
zimmer war immer voll..... Mädels ohne Ende.... Süßer Mann, schwärm!!!! Da ist
man gerne krank.

Zwei Bücher habe ich "gefressen", Amelie Fried, schreibt auch Kurzgeschichten für "Die Freundin", eine Zeitschrift. Sie schreibt sehr sarkastisch, übertrieben,man muß ihren Schreibstil mögen, hassen oder lieben.
Im Moment lese ich von dem Starfriseur Gerhard Meier seinen Schinken.
Ehemals " Kö-Tusse".Wir erinnern uns, Chef-Dekomaus , bei den Reichen und „ SCH ÖNEN, Münchener Firma Escada. Oft war ich ich in München, aber nie Haare schneiden .... 300 Seiten wie nix, das Buch verschlungen. Das Buch hat den Titel:
"DER SALON".

Im Moment gefällt mir persönlich in der Musikszene "Blumenfeld" gut. Ferner, nach wie vor, Herbert Grölemeyer, hehe, Eros Rammelzotti. Meine Gehörgänge haben Seal entdeckt und Martin Kesici, der Berliner. Hat auch "Angel" gesungen.
Wohltat für die Ohren.

Nach neujahr waren wir wieder weg .auf den kanaren .auf der tollen insel „ TENERIFFA „ zum dritternmal.aber erstmal hinkommen.
Wir kamen am düsseldorfer flughafenan..2stunden später um 14.00 sollte unser flug gehen.
Sollte.......bombenalarm. glücklich beendet dann ,fluglotsenstreik in spanien . wieder warten......

Abends kamen wir an. Falsches auto .statt gebuchtes kleiner ,,drei personengepäck ,rollstuhl, handgepäck, drei personen immer noch. Dann noch schnell einkaufen ..warum? samstagabend.sonntags waren die geschäfte zu, montags war dort feiertag.geschäfte zu und wir waren selbstversorger. Das auto war voll und dann noch sieben tüten einkauf.um 22.00 uhr waren wir glücklich im bungalow.
Der bungalow war toll,aberschlafzimmer und badezimmer im keller. Unten.ergomußte mein göttergatte mich und meinen rollstuhl immer 15 stufen hoch und runter schleppen.
Nach den strapazen wurden wir mit traumwetterbelohnt.jeddoch ist auch diese insel rollstuhlunfreundlich .
Am pool abhängen ,kein thema aber wir wollten was erleben....wie immer . aproporollstuhl ..er knackte und brach
An einer verstrebung durch...perfekter urlaub.....gut das ich sso wenig wiege,manchmal gut mein gewicht.......bilder gibt’s auch, heyko,mein göttergatte,hat ein neues hobby...filmen. finde ich schöner,man kann es dann im fernsehen anschauen und alles hören ..wellenrauschen.....und und.......toll ,cool

Der rollstuhl wurde sofort repariert , nach unserem urlaub.er ist ja eigentum der reha in düsseldorf, sie kommen sofort,die repateure ,um in dann ganzz zu machen,tollerreparazturdienst......... spotan

Auf dem rückflug wurde ich krank.....keine stimme mehr und furchtbares kopfweh....husten ,husten.........der schleim oben ,dann wieder unten ,rumgehustet stunden.esnervte,mein körper war so schlapp aber grippe hatten alle.meinpech .......da ich krank bin ,war die erkältung doppelt so schlimm. Ich hatte pinimentholsalbe , akkuhustenlöser , aspecton, tavor ....meine therapeutin , kg, war verzweifelt, atmung,schleimlösen,sie versuchte alles klopfen..........mein armer mann war immer wach...bei meiner husterrei . Tee getrunken,kam mir vor wie ein camel... trinken,trinken........two weekslater ,aufeinmal war der husten weg.

Die gesundheitsreform.... thema freigestellt.....100 euro habe ich ,meinereiner ,bis jetzt bezahllt,nur im januar ,ohne logopädiereezept ich werde bei der krankenkasse einen antrag stellen mit meiner belastungsgrenze.ich finde das man die lebenswichtigen therapien zahlen soll,die krankenkasse.............

Liebe Christiane,

ich bin nur durch Zufall auf Ihre Seite gestoßen - und habe sie von vorne bis hinten "durchgeschmökert".
Die letzte Aktualisierung Ihrer Seite liegt nun schon ein wenig zurück, aber ich hoffe, dass es Ihnen soweit gut geht. Ich bin ehrlich total platt von Ihrer Offenheit und möchte Ihnen sagen, dass es mir irre imponiert, wie Sie und Ihr Mann Heyko mit Ihrer Krankheit umgehen. Ihre ganze Geschichte hat mich völlig umgehauen.

Behalten Sie auch weiterhin Kraft, Stärke, Witz und Mut!!

Herzliche Grüße und nur das Allerbeste wünscht Ihnen
Ihre
Christiane Hunecke
__________________
Hansaring 40a
48155 Münster
Fon 02 51 / 1 35 59 39
Mobil 01 79 / 7 00 70 52
huneckec@gmx.de

hallo christina,
bin durch zufall auf deine homepage gestossen und möchte dir meine bewunderung dafür und auch
für dich aussprechen.
ich selbst bin jetzt 46 jahre und seit 9 jahren an parkinson erkrankt, wenn ich aber deinen bericht
lese, kommt mir meine krankheit wie ein kleiner flügel gegenüber einem vogel vor.
ich wünsche dir viel kraft und durchhaltevermögen für die zukunft und würde mich freuen wieder
etwas von dir zu lesen. ich werde deine homepage auch in unser forum stellen.

viel glück und kraft

gisela

http:www.u40-suedhessen.de

Hallo,liebe Christíane ,
auf unseren internetseiten war der link zu deinen seiten.Igittigitt,und ich dachte schon,
ich habe ne sch.krankheit. Mein begleiter nennt sich Sir James, auch bekannt als Parkinson.
Ein freund von mir hat ms, multiple sklerose . Alles, was du übers antragstellen schreibst,
genauso sieht es aus. Da ich die nacht wenig schlafen kann, hab ich abgewandelt:
carpe nocem!wenn du kannst, sieh dich bei uns um. Kunterbunt sind die seiten und
schabernack treiben wir alllemal.Kopf hoch ,sonst siehst du bloß deine füße .
Sabse die Sabine heißt.
http://www.parkins-on-line.de/zweiindex.html

Hallo Christiane , habe Deine
Geschichte gelesen und ich finde es toll, dass es Menschen
gibt, die sich so offenbaren.

Viele Grüße und alles Gute
Sören
                                                   

Weiter nächste Seite Teil 7