Teil 7
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Diesmal
haben wir Silvester |
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Hallo Christiane, diese Bilder sind alle aus dem Großraum um Brunsbüttel.
Bin ja alle vier Wochen dort beruflich gewesen und fand die Diesmal haben wir Silvester in der Nähe der Nordsee auf einem Bauernhof verbracht. In Ruhe Silvester....
ohne Knallen, da wir vor zehn oder zwölf Jahren genau dort waren,
wo auch
Toll, wir hatten Fußbodenheizung. Das Bett war elektrisch zu verstellen, das Badezimmer war so groß - man konnte mit dem "Rolli" zur Toilette fahren. Dusche ebenerdig, mit Duschstuhl. Die Wohnung ist für Behinderte ein Traum. So, gesehen haben wir 'ne Menge in der einen Woche.
Fangen wir an.
Hamburg , Wetter, an dem Tag Sonne, mein Haar saß gut, hehe ……… wir drei? Ein guter Freund namens Frank war diesmal mit in unserem Kurzurlaub. Hamburg,
Hafenrundfahrt, zum fünften mal, obligatorisch, und dann
……jaaaaaaaaa ……….. zur Im Fernsehen hatte ich einen kleinen Teil gesehen, aber es ist riesig. Danach war das Wetter grausam. Regen, Nebel. Dann war Auto angsagt. Da war es schön warm. Husum, Friedrichstadt, Bad St. Peter Ording. Eidersperrwerk…… und, und, und.
Kaum zuhause, Krankenhaus zum Absaugen…. gehört jetzt dazu, muß meinereiner und mein Mann normal sehen… Absaugen
…… da ich nicht mehr schlucken kann, sammelt sich Speichel und
Schleim im Ein halber
Meter Plastikschlauch wird mir zugeführt und dann gesaugt. Tut weh,
aber hilft. Essen nur noch passiert und mit viel Sauce. Macht mein Mann. Angedickte Suppen... mmmmhhhhhhhhh, Essen schön schleimig. Wurde dann noch geröntgt, wegen einer eventuellen Lungenentzündung. Am 27. Januar 2005 erhielt Christiane diese E-Mail: Betreff: Deine Seite und Dein Buch im Net Liebe Christiane,
am 15.01.05 habe ich eine
liebe Freundin mit gerade mal 40 Jahren durch FA verloren und bin dann beim
Stöbern im Net unter dem Stichwort " Friedreichsche
Ataxie" zufällig auf Dich gestoßen.
Letzten Endes wollte ihr Herz einfach, aber dennoch total überraschend
nicht mehr. So gesehen hat es Gott mit ihr gut gemeint, ein viel
quälenderes Ende wäre auch denkbar gewesen, aber sie
fehlt einfach und meine Gedankenwelt dreht sich zur
Zeit gewaltig im Kreis in der Frage warum und warum jetzt.
Marianne war Dir ähnlich, so z. B. sehr reiselustig, nur konnte sie
es leider nicht in dem Maße, in dem Du es kannst oder konntest und,
vor allem hatte sie dieses gewisse Etwas, von dem wir Gesunden, "Zweifüßigen"
so unendlich viel lernen können: Sie strahlte selbst wenn es ihr total
schlecht ging und das ging es ihr immer mehr, Optimismus und
Lebnesfreude aus, von denen ich nur träumen kann. Und
so scheinst Du mir auch zu sein. Du, Marianne und vielleicht noch viele
uns unbekannte Gehandicapte geben uns zumindest im Moment Gesunden so viel,
wie es unter Gesunden meist nicht möglich ist. Auch wenn Dein und Mariannes
Leben von so viel Mühsal, Schmerzen usw. geprägt sind, ihr seid
für Leute wie mich unendlich wertvoll und ich freue mich, wenigstens
ein Stück meines Lebensweges zusammen mit Marianne gegangen sein zu
dürfen. Dir wünsche ich alles erdenklich Liebe und Gute und ganz
viel Kraft und wenn es geht, mach weiter mit Deinen Aufzeichnungen. Sie
geben unendlich viel Mut. Am 08.Febr.2005 erhielt Christiane diese E-Mail: Liebe Christiane, man könnte meinen, Dich erschüttert nichts. Und doch ist es sicherlich nicht so. Durch Zufall bin ich auf Deine Seite gekommen, weil ich Infos über Ataxie gesucht habe. Die Tochter meines Mannes (30) ist vor Jahren daran erkrankt, aber ich glaube es ist eine andere Form der Krankheit, wenngleich es viele Parallelen gibt. Naja , auf jeden Fall: Deinen Bericht habe ich verschlungen und ich finde es bewundernswert, wie mutig Du mit dem Leben umgehst. Ich möchte mich schämen für die vielen unwichtigen Probleme, die sich meinereiner macht, wenn ich Deine Größe dagegen sehe. Bestimmt helfen Deine Worte auch anderen Betroffenen. Ich wünsche Dir, dass Du noch ganz viel schönes erlebst und das Leben trotz allem lebenswert bleibt. Ganz herzliche Grüße auch an Deinen Mann, Freunde und Familie - Ihr seid ein tolles Team! Laß´ Dich um sie beneiden! Liebe Grüße aus Berlin
Jetzt wieder zu Christiane's Geschichte
Bin nun in einem Heim… in einem Altenpflegeheim. Bin
die Jüngste.
Jedoch zum siebten mal eine Lungenentzündung. Eine
Ct wurde gemacht,
Nun hat mein Mann eine eigene Wohnung - hat alles neu machen müssen.
Die Wohnung ist toll.
Gucken kommen, ich bin begeistert. Was sollte
er mit der großen Wohnung alleine? Habe ja
mein Zimmer. Einen Garten hat er, wow - Sommer
kommt bald.
Er soll dem Heim mal eben 9000 Euro nachzahlen. Mal eben …Alle Lebensversicherungen
müssen
wir
verkaufen für mein Heim.
Hatte Ausschlag ohne Ende. Muss keine Tabletten mehr nehmen,
jipi….
Sch…. bringe nur 42 kg auf die Waage - shit
………wer gerade Spätschicht hat, zum
Kotzen. Ich merke, den Alten wird geholfen. Mir……selten. Toilette.. Haare
kämmen…Bett machen ,nö
….
So, anderes Thema. Genug genörgelt. Fast zehn Jahre war ich im Cäcilienverband
singen.. Kinder –
Jugend und Kirchenchor. Sollte sogar als Sopranistin ausgebildet werden.
Eine Fr. Doktor Knoch
hat
meine Stimme entdeckt…..Aber ich wollte nicht ausgebildet werden. Wäre
nur unterwegs gewesen.
Ich habe Kurzurlaube ohne Ende gemacht. Natürlich mit Mann. Brüssel,
Brügge, Antwerpen, Venlo,
Roermond , Scheveningen….und, und,
und…
Und hier wieder eine der zahlreichen E-Mails die Christiane bekommt.
hallo
christiane v. ich habe ihre
seite mit viel mitgefühl gelesen.
alle achtung ! es
fehlen einem die worte was für
steine man in den weg gelegt bekommt( KK). ich
wünsche von herzen, wenn man das so sagen darf - ach ich
weiss auch nicht auszudrücken, es geht mir einfach nur zu
nahe.ich weiss
ja nun auch nicht, aber vielleicht können wir ab und zu uns mal
gedanken austauschen?
ganz lieben gruss, petra
t aus h
Anmerkung:
Christiane war mit Ihrem Mann Heyko in Essen zu einem Gespräch
mit Frau Dr. Dagmar Timmann
Folgende E-Mail erhielt Christiane anschließend:
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Hier enden Christianes Berichte.
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"Zu
meiner letzten Feier"